Hach…Ankern ist doch das schönste!
Für mich jedenfalls. Ich liebe diese Ruhe und Einsamkeit. Wenn man den Anker fallen gelassen, den Motor ausgemacht hat, wird auf einmal alles absolut ruhig und friedlich um einen herum.
Wunderschön.
Gerade liege ich in einer kleinen Bucht vor Anker an einer ebenso kleinen Insel mit Namen Ramsan. Ich glaube, die Insel ist nicht bewohnt. Ich habe jedenfalls kein Haus oder ähnliches gesehen. Als ich fest war, bin ich gleich ins Wasser gesprungen und habe mich vom heutigen anstrengenden Segeltag mit sage und schreibe 13 sm abgekühlt. 😉
Nein, war ein Witz. Es war heute wirklich ein entspannter Tag. Ich habe ein bisschen das Gefühl, ich bin im Urlaub. Kein frühes Aufstehen, weil man noch zig Meilen schaffen möchte, kein langes Routenplanen, kein Kümmern um Wasser, Motor, Diesel. Kein Abwasch, kein Aufräumen, kein Boot putzen, kein Logbuch aschreiben etc.. Heute morgen habe ich richtig schön ausgeschlafen, bin zum Bäcker gelaufen, habe frisches Brot gekauft, gemütlich in der Sonne gefrühstückt und dann mit ein paar deutschen Seglern auf dem Steg gequatscht.
Gegen nachmittag bin ich dann erst los. Zum Glück habe ich noch eine Ankerbucht gefunden, eine war schon voll, die andere zu klein und steinig.
Die Insel Ramsan liegt ein Stückchen hinter Öregrund, wohin ich es gestern in einerm langen Schlag geschafft habe. In Öregrund war ziemlicher Trubel; es fand ein Hafenfest oder Festival am Hafen statt mit vielen Buden, Zelten, Karrussels für die Kinder und Live-Music. Entsprechend voll war der Hafen; gestern nachmittag habe ich mich noch in die letzte freie Lücke quetschen können.
Heute habe ich dem Ganzen den Rücken gekehrt.
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Ich bin endlich wieder in den Schärren angelangt. Ich weiß nicht, ob die Landschaft hier auch offiziell schon zu den Schären zählt, aber sie sieht für mich jedenfalls so aus.
Einfach toll, wieder zwischen den Inselchen hindurch zu segeln.

Gestern habe ich es in einem langen Schlag nach Öregrund geschafft und habe den bottnischen Meerbusen so gut wie hinter mich gebracht. Irgendwie muss ich das so schreiben, denn die letzten Tage waren wirklich anstrengend mit dem ewigen starken Süd/Südwestwind und der unangenehmen Welle dazu im offenen Gewässer.
Jetzt freue ich mich jedenfalls wieder sehr auf das schöne Schärensegeln.

Auch habe ich gestern seit Wochen mal wieder Großschiffahrt gesehen:
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Sonst haben der Himmel, das Meer und die Felsen mal wieder wunderbare Ansichten gezaubert; man kann sich nicht sattsehen:
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Ein bisschen spannend war es eben, denn ein Gewitter mit lautem Donner zog ganz knapp über mich hinweg. Zum Glück habe ich keine Blitze gesehen. Der Himmel war aber sehr dunkel und einige stärkere Böen haben die Leine zum Spannen gebracht.
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Jetzt ist alles wieder ruhig und das Wasser spiegelglatt. Ich sitze im Cocküit und genieße die Aussicht und den Sonnenuntergang:
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Auch einen sehr schönen Regenboden konnte ich nach dem Gewitter aufs Foto bannen:
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Fazit: 58 Seemeilen (52 unter Segel, 6 unter Motor)
Gesamt: 1795 sm


Kommentare

Über Öregrund nach Ramsan — 1 Kommentar

  1. sieht wunderschön aus!
    Wir sind in Gedanken auch schon so gut wie in Schweden…schaun wir mal, ob wir uns sehen?
    glg, die deinen

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